Die größte Förde Deutschlands - die Schlei

Die Schlei ist kein Fluss sondern eine in der Eiszeit entstandene Förde der Ostsee. Diese misst von der Mündung bis nach Schleswig ca. 42 km. Die durchschnittliche Wassertiefe beträgt in der Fahrrinne ca. 2,50 m. Die Wasserfläche beträgt ca. 54,6 km², dies entspricht einem Volumen von ca. 163,8 m³.

 

Es handelt sich hierbei um Brackwasser. Unter Brackwasser versteht man eine Mischung aus Salz- und Süßwasser. Der Salzgehalt des Wassers nimmt von Schleimünde bis nach Schleswig stetig ab. Das Süßwasser gelangt durch Auen in die Förde. Durch die Füsinger Au bei Schleswig erfolgt die größte Einspeisung. Angler und Fischer fangen daher in der Schlei Süß- und Salzwasserfische.

 

Die breiteste Stelle der Schlei liegt in der Nähe von Schleswig. Die „Große Breite“ misst von Nord nach Süd ca. 4,2 km und wird regelmäßig zur Austragung von Regatten genutzt.

Die Wikinger auf der Schlei

Zahlreiche Funde in der Schlei belegen, dass auch schon die Wikinger diesen Seeweg kannten. So wurde in der Nähe des Ortes Karschau ein 800 Jahre alter Lastenkahn der Wikinger gehoben.

 

Die Wikinger erreichten von der Ostsee aus Schleimünde und gründeten bei Schleswig (Sliasthorp) die Siedlung Haithabu. Hier wurden die Schiffe auf Rollen gesetzt und über den Landweg zum Fluss Treene an die Westküste gezogen. Dort wurden die Drachenboote zu Wasser gelassen und traten den Weg in die Nordsee an.

Heringszaun auf der Schlei