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Die größte Förde Deutschlands - Die Schlei

Die Schlei ist kein Fluss sondern eine in der Eiszeit entstandene Förde der Ostsee. Diese misst von der Mündung bis nach Schleswig ca. 42 km. Die durchschnittliche Wassertiefe beträgt in der Fahrrinne ca. 2,50 m. Die Wasserfläche beträgt ca. 54,6 km², dies entspricht einem Volumen von ca. 163,8 m³. Es handelt sich hierbei um Brackwasser. Unter Brackwasser versteht man eine Mischung aus Salz- und Süßwasser. Der Salzgehalt des Wassers nimmt von Schleimünde bis nach Schleswig stetig ab. Das Süßwasser gelangt durch Auen in die Förde. Durch die Füsinger Au bei Schleswig erfolgt die größte Einspeisung. Angler und Fischer fangen daher in der Schlei Süß- und Salzwasserfische. Die breiteste Stelle der Schlei liegt in der Nähe von Schleswig. Die „Große Breite“ misst von Nord nach Süd ca. 4,2 km und wird regelmäßig zur Austragung von Regatten genutzt.

Die Wikinger auf der Schlei

Zahlreiche Funde in der Schlei belegen, dass auch schon die Wikinger diesen Seeweg kannten. So wurde in der Nähe des Ortes Karschau ein 800 Jahre alter Lastenkahn der Wikinger gehoben. Die Wikinger erreichten von der Ostsee aus Schleimünde und gründeten bei Schleswig (Sliasthorp) die Siedlung Haithabu. Hier wurden die Schiffe auf Rollen gesetzt und über den Landweg zum Fluss Treene an die Westküste gezogen. Dort wurden die Drachenboote zu Wasser gelassen und traten den Weg in die Nordsee an.

Naturpark Schlei

Am 30. Oktober 2008 wurde die Schlei durch den Umweltminister Schleswig-Holsteins Christian von Boetticher offiziell zum Naturpark anerkannt. Die Feierlichkeit fand auf unserem Raddampfer Schlei Princess statt. Es handelt sich bei der Schlei um den sechsten Naturpark in Schleswig-Holstein. Das Gebiet umfasst eine Größe von ca. 50.000 Hektar und schließt 44 Städte und Gemeinden auf beiden Seiten der Förde ein. Der Naturpark sollte nicht mit dem Begriff Nationalpark oder Naturschutzgebiet verwechselt werden. Bei den beiden letzteren müssen höhere Auflagen erfüllt werden. Der Status Naturpark dient dazu wertvolle Kulturlandschaft in ihrer heutigen Form zu bewahren. Gleichzeitig soll dieser Raum touristisch vermarktet werden.

Die Schlei und "was es sonst noch so zu sehen gibt..."

Die Förde trennt die Landesteile Angeln und Schwansen und kann an vier Punkten überquert werden. Die Klappbrücke in Kappeln, die Seilfähre in Bad Arnis, die Eisenbahnklappbrücke von Lindaunis und eine weitere Seilfähre in Missunde. Die beiden Brücken öffnen einmal pro Stunde immer um „viertel vor zur vollen Stunde“.

 

An der Mündung, finden Sie die Lotseninsel Schleimünde. Mit dem Leuchtturm von 1871 und dem Lokal Giftbude, welche als einzigste Kneipe in einer Seekarte verzeichnet ist. Da die Halbinsel unter Naturschutz steht, ist diese nur mit dem Schiff zu erreichen.

 

Das Fischerdorf Maasholm bietet mit ca. 450 Liegeplätzen den größten Yachthafen der Schlei. Gleichzeitig ist dort der Seenotrettungskreuzer „Nis Randers“ beheimatet. Aufgrund von EU-Beschränkungen der Fangquoten lebt Maasholm hauptsächlich vom Tourismus.

 

Kappeln auch bekannt als die Filmstadt „Deekelsen“ aus der Serie der Landarzt. Regelmäßig finden hier die Dreharbeiten zur Serie statt. Auch für Touristen ergibt sich daher die Möglichkeit bei einer Szene als Komparse mitzuwirken. Außer der Landarztkneipe bietet die Stadt noch viel Sehenswertes. Wie die Angelner Dampfeisenbahn oder den Museumshafen mit seinen 120 Jahre alten Trailern. Im Kappelner Hafen finden Sie neben der Klappbrücke den 500 Jahre alten Heringszaun. Es handelt sich hierbei um den einzigsten, noch aktiv betriebenen Heringszaun Europas.

 

Danach folgt Bad Arnis, die kleinste Stadt Deutschlands mit ca. 350 Einwohnern. Im Jahr 1666 entschlossen sich Kappelner Bürger dem Joch des damaligen Gutsherrn zu entgehen. 64 Familien weigerten sich den „Homagia-Eid“ abzulegen und damit Leibeigene zu werden. Sie bezogen die Insel Arnis, die zum Domkapitel Schleswig gehörte. Den Namen Arnis erhielt die Stadt durch ein Wiesenland mit Namen „Aar“. Die alte Schifferkirche wurde1669 fertig gestellt. Schön anzusehen sind die alten Schiffsmodelle in dieser Kirche. Arnis lebte damals hauptsächlich von Fischerei und Schifffahrtshandel. Hauptsächlich mit Dänemark. Daher gibt es in dieser kleinen Stadt auch 3 Werften. 1934 erhielt Arnis das Stadtrecht. Heute lebt Arnis vor allem vom Tourismus.

 

Gut Bienebek, der Wohnsitz der Herzogin von Schleswig-Holstein-Glücksburg-Sonderburg verwaltet gleichzeitig das unter Denkmalschutz stehende Dorf Sieseby mit seinen reetdachgedeckten Häusern und der dreistufigen Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Die herzogliche Familie erwarb Mitte des 19. Jahrhunderts fast alle Ländereien und Häuser für „nur“ 615000 Reichstaler.

 

Das 1415 entstandene Gut Dänisch-Lindau hat für diese Region ein ungewöhnliches Herrenhaus. Es handelt sich um einen eingeschossigen Backsteinsaalbau, der reetgedeckt ist und einen Rittersaal enthält. Bekannt ist dieses Gebäude durch die Fernsehserie der Landarzt. Es handelt sich um die Praxis. Dort finden Sie auch die Klappbrücke von Lindaunis. Hier überqueren Fußgänger, der Autoverkehr und die Eisenbahn die Schlei. Alle halbe Stunde kommt die Regionalbahn der Strecke Flensburg-Kiel. Der Zug hat immer Vorrang vor allen anderen Verkehrsteilnehmern. Bei Verspätung kann sich die Öffnungszeit der Brücke für den Schiffsverkehr verschieben.

 

Die unter Naturschutz stehende „Liebesinsel“ Kieholm. Sie trägt ihren Namen da diese Insel von oben aus gesehen wie ein Herz aussieht. Als diese Insel noch nicht unter Naturschutz stand war diese außerdem ein beliebter Aufenthaltsort für Pärchen, die ungestört sein wollten.

 

Goltoft der Wohnsitz des Weltumseglers Wilfried Erdmann. Er ist der erste Deutsche der allein die Welt umsegelt hat. Von ihm stammt auch das Buch „Alleine gegen den Wind“. Herr Erdmann finanziert seine Reisen durch seine Bücher, Dia- und Filmvorträge.

 

Die Missunder-Enge oder „der Schlund“ genannt. Auf der Angelner Seite befindet sich der Ort Brodersby. Auf der Schwansener Seite Missunde. Diese beiden Orte sind durch eine Seilfähre verbunden. Missunde wurde zum ersten Mal im Jahr 1115 erwähnt. Der Ort hieß zuerst Versunt. Da es sich um die schmalste Stelle der Schlei handelt, wurden hier schon damals aus strategischen Gründen immer wieder Befestigungsanlagen errichtet.

 

Schleswig bietet mit seinen verschiedenen historischen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten einen starken Anziehungspunkt an der Schlei. 2004 feierte Schleswig sein 1200-jähriges Bestehen. Neben dem Wikingerdorf Haithabu mit einem original nachgebauten Wikingerhäuschen, finden Sie dort das Schloß Gottorf, den Fürstengarten mit dem Globushaus, denDom und die alte Fischersiedlung „der Holm“. Viele Museen laden zur Besichtigung ein. Besonders zu erwähnen ist der Brüggemann-Altar im St.-Petri-Dom aus dem 16. Jahrhundert mit 392 handgeschnitzten Eichenfiguren.

 

 

Von Schleimünde bis nach Schleswig gibt es viel zu entdecken.

Genießen Sie mit uns die Schlei von ihrer schönsten Seite.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei uns an Bord!

 

 

 

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